
Gustav Schwab
 
|
 |

Gustav Schwab (2)
Seine Verwaltungsaufgaben als Dekan und seine Predigtvorbereitungen nahmen den größten Teil seiner Schaffenszeit in Anspruch. Sein Schüler und Schwiegersohn Karl Klüpfel berichtet in seiner Biographie über Schwab von 1858, der Schwiegervater habe für das wörtliche Auswendiglernen der Predigt bei seinem enormen Gedächtnis immerhin neun Stunden gebraucht. ´Er sann deshalb auf einen kürzern Weg und kam darauf, aus der fertig geschriebenen Predigt einen streng disponirten,
vier eng geschriebene Seiten langen Auszug zu machen, in welchem die Wichtigkeit der
verschiedenen Momente durch einfache oder mehrfache Unterstreichung bald in schwarzer, bald in rother Tinte angedeutet war. So ersparte er sich die Hälfte der Zeit und behielt den Vortrag dennoch beinahe wörtlich im Gedächtnis fest.´ Seine schriftstellerische Tätigkeit litt darunter.
|